Erste Schritte

Auch nach der Krise werden Ihre Tischgäste nachhaltige Lebensmittel und Speisen honorieren. Sie wollen schließlich nicht nur satt werden, sondern mit gutem Gewissen genießen. Mit einer nachhaltigen Speisekarte können Sie Ihre Gäste wirkungsvoll binden und Ihr gastronomisches Profil stärken. Egal ob Kita, Betriebskantine, Restaurant oder Senioreneinrichtung – Auch Sie können als Köchin und Koch, als Küchen-, Einkaufs- und Einrichtungsleitung dieses wichtige Thema ins Bewusstsein Ihrer Gäste rufen und dafür begeistern.

Auf Nachhaltigkeitssiegel achten, geeignete – auch vegetarische und vegane – Gerichte auf den Speiseplan setzen sowie saisonale Waren und Produkte aus ökologischer Landwirtschaft beziehen: Darum geht es. Sie fragen sich, wie Sie beginnen können? Wir helfen Ihnen dabei, erste Schritte in Sachen Nachhaltigkeit zu gehen und ein passendes Konzept für Ihre Einrichtung zu entwickeln.

 Sie haben Fragen? Wenden Sie sich einfach an Ihren Fachberater oder unter nachhaltigkeit@transgourmet.de direkt an das Nachhaltigkeitsteam bei Transgourmet.

Wie gelingt Nachhaltigkeit auf der Speisekarte?

Sie möchten gerne mehr Nachhaltigkeit auf Ihre Speisekarte bringen, aber zunächst nicht viel Zeit und Geld investieren? Das ist gar kein Problem – etwas Know-How ist natürlich dennoch sehr hilfreich. Gerade der Umgang mit den unterschiedlichen Nachhaltigkeitssiegeln will gelernt sein. Nicht alle bekannten Siegel dürfen «einfach so» verwendet werden. Für Bio beispielsweise braucht man eine Zertifizierung, die gerade für kleinere Betriebe etwas Aufwand bedeutet (der sich aber lohnen kann!). Für den Einsatz anderer Siegel muss man dagegen kaum Voraussetzungen erfüllen. Es lohnt sich daher, sich zunächst umfassend zu informieren – wir haben für Sie hier alle wichtigen Informationen zum Thema Zertifizierung zusammengetragen. Zudem gibt es Maßnahmen, die ganz ohne Siegel zu mehr Nachhaltigkeit auf der Speisekarte beitragen und dabei zugleich den Geldbeutel schonen können. Dazu gehört zum Beispiel die  saisonale und vegetarische/vegane Küche.

 

 

Inzwischen gibt es zahlreiche Betriebe, die ihren Kunden nachhaltige Produkte anbieten. Hierbei sind bereits viele interessante Initiativen und Projekte entstanden. Viele Institutionen bieten Unterstützung in Form von Infomaterial und praktischen Hilfestellungen. Hier haben wir für Sie zahlreiche nützliche Materialien und weitere Quellen zusammengetragen.

Für den Start versorgen wir Sie außerdem hier u. a. mit Rezepten, Speiseplänen und Kommunikationsmaterial. Auch der von Transgourmet entwickelte MenüManager, ein Softwaretool für die Menüplanung, erleichtert die Implementierung von vegetarischen oder veganen Mahlzeiten oder solchen mit Bioerzeugnissen. Eine bedarfsgerechte Planung hilft zudem dabei, Lebensmittelabfälle zu reduzieren und somit Kosten zu sparen - was wiederum neuen Spielraum für Investitionen in eine nachhaltige Speisekarte schaffen kann.

Um mehr und mehr Nachhaltigkeit auf die Speisekarte zu bringen, muss man keine zehn Schritte auf einmal gehen. Kleine Schritte, etwa ein nachhaltiges Gericht pro Woche oder Tag, genügen für den Anfang. Schaffen Sie Wahlmöglichkeiten. Unsere Aktion „Woche der Nachhaltigkeit kann ein guter Einstieg sein. Wir geben Ihnen dazu umfangreiche Hilfestellung – vom geeigneten Rezept bis zum Infomaterial.

Oft hören wir von unseren Kunden, dass sie bereits versucht haben, nachhaltigere Produkte anzubieten, dies jedoch keinen Erfolg hatte. Das kann verschiedenste Gründe haben. Doch vielleicht lohnt es sich, es noch einmal zu versuchen! Zum einen verändert sich der Markt laufend, und die Entwicklung hin zu einem wachsenden Interesse der Verbraucher an nachhaltiger Ernährung ist ungebrochen – was vor einigen Jahren vielleicht nicht funktionierte, kann heute erfolgreich sein. Außerdem kann ein Misserfolg auch an der Art der Präsentation liegen.

 

Größe und Finanzkraft des jeweiligen Betriebes spielen für die Entscheidung zu mehr Nachhaltigkeit auf dem Speiseplan übrigens eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger für den Erfolg nachhaltiger Konzepte ist die interne und externe Kommunikation. Deshalb unterstützen wir Sie mit diversen Materialien.  Damit – und natürlich eigenen Ideen und Aktionen – können Sie einen ersten Schritt hin zu mehr Nachhaltigkeit in der Verpflegung wagen und Ihre Philosophie zugleich wirkungsvoll nach außen tragen.

Weitere Tipps:

  • Achten Sie auf die klare Kennzeichnung nachhaltigerer Gerichte oder Produkte - auch ohne beispielsweise ein Bio-Siegel. Ein eigenes «Nachhaltigkeitssiegel», das klar zeigt, welche Gerichte z. B. mit regionalen bzw. nachhaltigeren Zutaten hergestellt wurden, kann eine Möglichkeit sein.
  • Eine separate Speisekarte kann sinnvoll sein, sodass nachhaltige Gerichte nicht auf der regulären Karte stehen, sondern auf einer Extra-Karte oder Tafel.
  • Aktionen wie die "Woche der Nachhaltigkeit" können ein guter Aufhänger sein. Die Aktionswoche ist für Gäste eine perfekte Gelegenheit herauszufinden, wie lecker Nachhaltigkeit eigentlich schmecken kann. Wer langfristig dabeibleibt, investiert dreifach: in eine nachhaltige Verpflegung, in zufriedene Tischgäste und in ein fortschrittliches Image.

Wenn Sie erste Erfolge erzielt haben, können Sie vielleicht schon erkennen, in welche Richtung die weitere Reise gehen soll. Dann kann es sinnvoll sein, sich einmal sorgfältig zu überlegen, in welche Richtung man sich längerfristig entwickeln will. Dazu kann zum Beispiel auch eine Bio-Zertifizierung gehören. Dabei lassen sich enorm Kosten sparen, indem mehrere Siegel zugleich zertifiziert werden, z. B. ISO, MSC und ASC (für Fisch). Auch eine Spezialisierung auf bestimmte Zielgruppen – zum Beispiel Vegetarier oder junge Familien (die oft Wert auf Bio legen) – ist möglich. So können Sie Neukunden gewinnen und sich von der Konkurrenz absetzen.

Inspiration für die Entwicklung und Umsetzung nachhaltiger Konzepte sowie passende Erfolgsgeschichten finden Sie in unserem Digitalmagazin, aktuell zum Thema Bio in der Gemeinschaftsverpflegung. Schauen Sie mal ein und lassen Sie sich anregen!

Sie müssen nicht gleich das Rad neu erfinden. Nicht nur die unterschiedlichen Siegelorganisationen bieten ihren Anwendern Kommunikationsmaterialen, auch unsere Eigenmarke Transgourmet Ursprung bietet die Möglichkeit, dem Tischgast den Mehrwert von Produkten aus nachhaltiger Landwirtschaft (zum Teil, aber nicht ausschließlich Bio) authentisch zu vermitteln. Unsere Kunden können die emotionalen Produzentengeschichten in ihre Speisekarte aufnehmen und ihren Gästen weitererzählen. Und das funktioniert hervorragend!

Nachhhaltigkeit auf der Speisekarte - Ein kleiner Überblick in Vortragsform